Nykus- Nix, der Wassermann

Wasser war früher das dominierende Element des Spreewaldes. Je besser es vom Menschen beherrscht wurde, um so ergiebiger war die Arbeit der Spreewaldbauern.
Aber es gab immer  Probleme durch Überschwemmungen. Das Wasser forderte auch Menschenopfer. Kinder fielen ins Wasser, nächtliche Wanderer oder Wirtshausgäste gelangten in Moor oder Fließe, wo Sie jämmerlich ertranken. Um Kinder vor dem Wasser zu warnen, wurde der Nykus, für manches Unheil verantwortlich gemacht.
Aber auch als Helfer war er bekannt. Verstand er sich mit den Müllern und Fischern gut, hatten diese genügend Wasser und Fische. War er ihnen gram, hörte die Mühle auf zu klappern und die Fische mieden die Netze.
Der Nykus soll auch sein Schloss in den tiefsten Stellen des Wassers gehabt haben. Seine Söhne und Töchter mischten sich oft unter die Jugend des Dorfes. An den nassen Rocksäumen waren Sie zu erkennen.

 


Quelle: www.spreewaldnostalgie.de

 

Wie der Spreewald wirklich entstand

Der Sage nach ist der Spreewald ein mißglücktes Werk des Teufels.
Als er vor langer Zeit mit seinem Ochsengespann das Bett der Spree pflügte, war er schon ein gutes Stück vorangekommen, doch die zwei Zugtiere zeigten sich müde und wollten nicht mehr so recht. Das passte dem Leibhaftigen nicht. Wutentbrannt warf er seine Mütze nach den Rindviechern und schrie sie an: Das euch verdammtes faules Vieh doch meine Großmutter hole!
Diese Aussicht hat die Tiere sehr erschreckt. Jedenfalls ergriffen sie die Flucht und rannten, mit dem Pflug hinterdrein, kreuz und quer davon.
Statt eines ordentlichen Flussbettes rissen die stürmenden Ochsen ein Delta mit 350 Wasserläufen und Fließen von mehr als 500 km Länge... genau weiss man es nicht mehr so.
Sagen sind ein Teil der Volksdichtung, ein besonderes Reich der Poesie. Die Sagen der Sorben und Wenden sind meistens verbunden mit der bäuerlichen Volkskunst im Spreewald.

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